Ihre E-Mail kann die Kaffeeindustrie in Zugzwang bringen
Jeden Tag trinken Millionen Menschen in ganz Europa Kaffee, ohne zu wissen, dass er giftige Substanzen enthalten kann.
Eine unabhängige Untersuchung unserer Partner von Coffee Watch ergab, dass jede fünfte in Europa verkaufte Tasse Kaffee Rückstände giftiger Pestizide enthält – darunter auch Chemikalien, deren Einsatz in der EU verboten ist. Europäische Landwirt*innen dürfen diese Pestizide nicht verwenden, doch sie werden nach wie vor beim Anbau von Kaffee eingesetzt, der schließlich in unseren Supermarktregalen landet.
Diese Woche trifft sich die European Coffee Federation (ECF) in Brüssel. Sie steht für über 90% der europäischen Kaffeeimporte und ist damit eine der einflussreichsten Stimmen der Branche. Deshalb ist dies der perfekte Zeitpunkt, um ihr einige Fragen zu stellen.
Was sollte in Ihrer E-Mail stehen?
Schreiben Sie in Ihren eigenen Worten. Die wirkungsvollsten E-Mails sind persönlich, respektvoll und aufrichtig.
Sie könnten die ECF fragen:
- Warum enthält der in Europa verkaufte Kaffee immer noch Rückstände von Pestiziden, die in der EU verboten sind?
- Welche konkreten Schritte unternehmen der Verband und seine Mitgliedsunternehmen, um den Einsatz dieser Pestizide in der Kaffeeproduktion zu stoppen?
- Wie wollen sie die Gesundheit der Kaffeeanbaugemeinden und der Ökosysteme schützen, in denen diese Chemikalien versprüht werden?
- Sind Sie bereit, sich vor dem Internationalen Tag des Kaffees mit WeMove Europe und Coffee Watch zu treffen, um praktische Lösungen zu erörtern?
So gestalten Sie Ihre E-Mail wirkungsvoll:
- Stellen Sie sich vor mit Ihrem Namen und von wo Sie schreiben.
- Bleiben Sie höflich und respektvoll in Ihrer Nachricht.
- Erläutern Sie, warum Ihnen dieses Thema persönlich am Herzen liegt – sei es als Kaffeetrinker oder Kaffeetrinkerin, als gesundheitsbewusster Mensch oder weil Sie der Meinung sind, dass in Europa verkaufte Produkte denselben Standards entsprechen sollten, die wir von europäischen Landwirt*innen erwarten.
- Halten Sie sich kurz und prägnant. Ein paar gut durchdachte Absätze reichen aus.
- Schließen Sie mit der Bitte um eine Antwort und ermutigen Sie den Verband, sich vor dem Internationalen Tag des Kaffees (1. Oktober) mit unseren Partnern und uns zu treffen.
Jede respektvolle E-Mail macht es der Industrie schwerer, dieses Thema zu ignorieren. Gemeinsam können wir uns für Kaffee ohne Giftstoffe und mehr Transparenz einsetzen.
An den Vertreter meines Landes bei der Europäischen Kaffeeföderation: