Schützt die Global Sumud-Flottilla!
An die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten
Appell
Wir fordern die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf:
- Israel dringend aufzufordern, unter vollständiger Achtung des Völkerrechts von Gewalt oder Einschüchterung gegenüber der Global Sumud Flotilla und ihren Passagieren abzusehen.
- Sicherzustellen, dass die Global Sumud Flotilla Gaza erreichen und ihre humanitäre Fracht ungehindert ausliefern kann.
- Maßnahmen zum Schutz der Zivilist*innen an Bord, darunter auch europäische Staatsbürger*innen, zu ergreifen und ihre sichere Durchfahrt zu gewährleisten.
- die EU-Mitgliedstaaten aufzufordern, durch ihre Marinen, Küstenwachen oder andere Mittel Eskorten bereitzustellen, um die Schiffe, ihre lebenswichtigen Hilfsgüter und die Passagiere an Bord zu schützen.
- Maßnahmen zu unterstützen, die die Lieferung lebenswichtiger Hilfsgüter sicherstellen und das Recht auf humanitäre Hilfe für Gaza wahren.
- Israel zur Rechenschaft zu ziehen, wenn diese friedliche Mission erneut blockiert oder angegriffen wird.
Warum das wichtig ist
Update Mai 2026:
Dieses Wochenende wurden friedliche Aktivist*innen von israelischen Soldaten gewaltsam angegriffen, nachdem diese ihr Schiff in der Nähe griechischer Gewässer enterten. [1]
Zwei von ihnen – Saif, ein Spanier, und Thiago, ein Brasilianer – wurden verschleppt. Sie werden seit Tagen festgehalten und berichten von schwerer Misshandlung, die Folter gleichkommt. [2]
Und unsere europäische „Führung“? Sie sagen nichts. Tun nichts.
Ursula von der Leyen, die Chefin der EU-Kommission? Nirgends zu sehen. Kaja Kallas, zuständig für die Außenpolitik der EU? Offenbar hat sie nichts davon mitbekommen.
Laut Zeugenaussagen wurde Thiago „extremer Brutalität“ durch das israelische Militär ausgesetzt, darunter, dass er „mit dem Gesicht nach unten über den Boden geschleift und so schwer geschlagen wurde, dass er zweimal das Bewusstsein verlor“. [4]
Andere aus der Flottille berichten von Gewalt, Demütigung und verweigerter Versorgung. [5] So werden heutzutage Menschen behandelt, die sich weigern, die Situation in Gaza zu ignorieren.
Senden Sie jetzt eine E-Mail an Ursula von der Leyen und Kaja Kallas. Fordern Sie sie auf, alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um die sofortige Freilassung der Geiseln zu erreichen, humanitäre Missionen zu schützen und Palästinenser*innen zu verteidigen.
Wir können das nicht akzeptieren. Nicht in unserem Namen. Denn in diesem Moment zu schweigen, ist eine bewusste Entscheidung.
Referenzen:
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https://www.reuters.com/world/middle-east/israel-begins-intercepting-gaza-aid-ships-far-shores-army-radio-says-2026-04-29/
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https://www.reuters.com/world/americas/israel-court-extends-detention-gaza-flotilla-activists-2026-05-03
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https://www.aljazeera.com/news/2026/5/3/gaza-flotilla-activists-appear-in-israeli-court-allege-torture-in-custody
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https://www.euronews.com/my-europe/2026/05/02/two-flotilla-detainees-arrive-in-israel-amid-fears-for-spaniard-abu-keshek