Stoppen Sie Volkswagens gefährlichen neuen Deal
An die Unternehmensleitung von Volkswagen, die deutsche Bundesregierung, die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten
Appell
Volkswagen will in seinem Werk in Osnabrück vom Automobilbau auf Systeme für den Kriegseinsatz umsteigen – und damit Milliarden verdienen.
Der Deal ist noch nicht unter Dach und Fach. Wir fordern Volkswagen auf:
- die Verhandlungen über diesen tödlichen Deal unverzüglich einzustellen;
- die Produktion von Teilen, die mit israelischer Militärtechnologie in Verbindung stehen, auszuschließen;
- den Standort Osnabrück weiterhin nur auf die zivile Fertigung auszurichten;
- vollständige Transparenz über alle Gespräche mit Rüstungsunternehmen zu gewährleisten.
Warum das wichtig ist
Volkswagen ist einer der größten Autobauer der Welt. Jetzt will das Unternehmen Kriegsgerät bauen. [1]
Acht Milliarden Euro Gewinn sind nicht genug – deshalb erwägt das Unternehmen einen Deal, bei dem seine Fabrikhallen für israelische Militärtechnologie genutzt werden sollen. Um Teile des „Iron Dome“ herzustellen – ein entscheidendes Instrument für Netanjahus Krieg. [2]
Tödliche Luftangriffe. Der rechtswidrige Einsatz von weißem Phosphor im Libanon. Getötete Kinder in Gaza.
Wenn Volkswagen diesem Geschäft zustimmt, macht sich das Unternehmen mitschuldig am Völkermord. [3]
Die Entscheidung ist noch nicht endgültig – es gibt noch eine Chance, Volkswagen zu stoppen.
Und das müssen wir tun. Denn dieser Deal geht über ein einzelnes Unternehmen hinaus. Wenn Volkswagen unterschreibt, öffnet dies anderen europäischen Unternehmen die Tür, ebenfalls vom Krieg zu profitieren.
In ganz Deutschland setzen sich Menschen bereits dafür ein, dass Unternehmen Israels Krieg nicht unterstützen. [4] Jetzt müssen wir den Druck auf Volkswagen aufrechterhalten, damit dieses gefährliche Geschäft nicht zustande kommt.
Deshalb ist es so wichtig, dass sie von uns hören. Bevor die größten Unternehmen Europas den Krieg als eine weitere Möglichkeit betrachten, Geld zu verdienen.
Referenzen:
[1] https://www.euronews.com/business/2026/03/25/from-cars-to-air-defence-will-volkswagen-soon-be-producing-parts-for-israels-iron-dome ; https://www.middleeastmonitor.com/20260430-israeli-defense-firm-rafael-eyes-takeover-of-vws-osnabruck-factory-german-lawmaker-says/
[2] Der „Iron Dome“ ist Israels Luftabwehrsystem, das dazu dient, anfliegende Raketen, Flugkörper und Drohnen abzufangen. Es ist zu „99 % wirksam“ – und trägt so dazu bei, Israel vor Angriffen zu schützen und es in die Lage zu versetzen, militärische Operationen fortzusetzen und Gegenangriffe zu starten. https://news.sky.com/story/what-is-israels-iron-dome-defence-system-and-why-is-it-so-effective-13114992 ; https://www.volkswagen-group.com/en/press-releases/volkswagen-group-strengthens-financial-resilience-in-2025-strong-fourth-quarter-in-a-challenging-environment-20202
[3] https://www.bbc.com/news/articles/c36y16nkr5no ; https://www.npr.org/2026/06/06/nx-s1-5848668/israel-lebanon-white-phosphorus ; https://www.hrw.org/news/2026/03/09/lebanon-israel-unlawfully-using-white-phosphorus ; https://www.reuters.com/world/middle-east/lebanese-pm-says-israel-has-bombed-lebanon-nearly-3500-times-during-ceasefire-2026-06-08/
[4] Fast 75 % aller Deutschen befürworten strengere Kontrollen bei Waffenexporten nach Israel. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lehnt jegliche Waffenlieferungen an Israel ab. Bürger und Bürgerinnen haben Proteste gegen Unternehmen organisiert, die Waffen an Israel liefern, während Politiker*innen, Gewerkschaftsmitglieder und ehemalige Volkswagen-Mitarbeiter*innen ebenfalls öffentlich dazu aufgerufen haben, sich gegen eine Umstellung auf die Rüstungsproduktion auszusprechen. https://www.reuters.com/business/media-telecom/large-majority-germans-want-tighter-controls-arms-exports-israel-2025-06-04/ ; https://www.aa.com.tr/en/europe/majority-of-germans-oppose-weapons-exports-to-israel-poll/3580402 ; https://www.middleeastmonitor.com/20260325-protesters-target-rheinmetall-headquarters-in-berlin-over-defense-exports/ ; https://www.freitag.de/autoren/sebastian-friedrich/von-der-werkbank-in-den-bundestag-vw-arbeiter-cem-ince-tritt-fuer-die-linke-an