Big Food macht uns krank – EU-Zuckersteuer jetzt!
An die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten und große Lebensmittelkonzerne wie Coca-Cola, PepsiCo, Mondelēz, Kellogg’s, Ferrero und Danone
Appell
An die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten:
Wir fordern Sie auf, sich gegen die Einschüchterungsversuche der Konzerne zu wehren und auf EU-Ebene entschlossene, koordinierte Maßnahmen zu ergreifen:
- Führen Sie eine EU-weite Zuckersteuer ein: auf zuckerhaltige Getränke und hochverarbeitete Lebensmittel. Stellen Sie sicher, dass alle Mitgliedstaaten diese auf nationaler Ebene umsetzen.
- Kombinieren Sie Zuckersteuern mit anderen Maßnahmen wie Werbebeschränkungen für Junkfood und einer verpflichtenden Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung, um die Wirkung auf die öffentliche Gesundheit zu verstärken.
- Investieren Sie die Einnahmen aus den Zuckersteuern in Kampagnen und Programme zur Gesundheitsförderung, um eine gesunde Ernährung für alle erschwinglicher und zugänglicher zu machen.
An Coca-Cola, PepsiCo, Mondelēz, Kellogg's, Ferrero, Danone und alle großen Lebensmittelkonzerne:
- Hören Sie auf, mit Klagen, Lobbyarbeit und wirtschaftlichem Druck Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu blockieren. Passen Sie stattdessen die Rezepturen Ihrer Produkte an, um den Zuckergehalt zu senken, und stellen Sie die Vermarktung zuckerhaltiger Produkte für Kinder ein.
Warum das wichtig ist
Junk-Food-Giganten wie Coca-Cola, Kellogg’s und Ferrero tun alles, um unsere Kinder weiter vom Zucker abhängig zu machen. Und sie bekämpfen jede Regel, die sie stoppen könnte. [1]
Investigativjournalist*innen aus zehn Ländern haben ihre schmutzigen Taktiken aufgedeckt: Durch ständige juristische Angriffe setzen sie unsere Regierungen unter Druck. Jede Maßnahme, die den Zuckerkonsum senken könnte, wird dadurch verhindert. Sie blockieren Zuckersteuern, Beschränkungen für Junk-Food-Werbung und eine klarere Kennzeichnung unserer Lebensmittel. [2]
Zu viel Zucker in der Kindheit steht in Zusammenhang mit früher Fettleibigkeit, Diabetes und Karies. Doch den Konzerne sind ihre Gewinne wichtiger als die Gesundheit unserer Kinder. [3]
Wo Zuckersteuern eingeführt wurden, zeigen sie Wirkung. In Portugal hat eine Zuckersteuer den Kaloriengehalt zuckerhaltiger Getränke um rund 11% gesenkt – das entspricht 30 Zuckerwürfeln weniger pro Person und Monat. [4]
Stellen Sie sich das nun europaweit vor. Eine EU-weite Zuckersteuer würde Unternehmen dazu bringen, Alternativen anzubieten, die gesünder und nährstoffreicher sind. Aber die großen Lebensmittelkonzerne tun alles in ihrer Macht Stehende, um dies zu verhindern.
Wir dürfen nicht zulassen, dass sie gewinnen. Die EU hat bereits eine EU-weite Zuckersteuer vorbereitet. Doch das Gesetz wanderte in die Schublade, als die großen Lebensmittelkonzerne ihre juristischen Angriffe starteten.
Da die Wahrheit nun ans Licht gekommen ist, wird Ihre Stimme unseren Politiker*innen den nötigen Rückhalt geben, um sich gegen die Einschüchterungsversuche der Konzerne zu wehren und die Gesundheit unserer Kinder an erste Stelle zu setzen.
Referenzen:
[1] https://www.un-industria.it/notizia/90327/cocacola-hbc-italia-con-sugarplastic-tax ; https://lespresso.it/c/inchieste/2026/7/22/guerra-big-food-cibo-spazzatura-salute/63589 ; https://www.lighthousereports.com/investigation/big-food-vs-the-people/
[2] [3] https://www.ftm.eu/articles/industry-lobby-sugar-taxes-postponed-cancelled?utm_source=newsletter ; https://www.lighthousereports.com/investigation/big-food-vs-the-people/
[4] Eine Zuckersteuer wird erhoben, wenn der Zuckergehalt eines Produkts einen festgelegten Schwellenwert überschreitet. Um die Steuer zu vermeiden, passen Unternehmen die Rezeptur ihrer Produkte an, um den Zuckergehalt zu senken. Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet Zuckersteuern als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Senkung des Zuckerkonsums. https://www.who.int/news/item/13-01-2026-cheaper-drinks-will-see-a-rise-in-noncommunicable-diseases-and-injuries ; data.europa.eu/doi/10.2778/9947154; https://www.thelancet.com/journals/lanpub/article/PIIS2468-2667(18)30240-8/fulltext